Labyrinthgarten

Ein wesentliches Merkmal des Gartens ist die Pflanzenvielfalt:

Das Entree zum Garten bilden Maulbeerbäume. Von dort spazieren Sie weiter bis zu einer Wegkreuzung. Gehen Sie rechts, so treffen Sie auf den „ruhenden Drachen“ (Tatzelwurm), der durch einen 2,5 m hohen Erdwall gebildet wird und das in seiner Mitte liegende klassische Bodenlabyrinth schützt. Der Erdwall (Drache) ist mit Rosen und Flaumeichen bepflanzt, das Labyrinth mit Thymian.

Nach dem Verlassen dieses meditativen Ortes gelangen Sie zu einer erst in Ansätzen gestalteten Wasserlandschaft. Gehen die Besucher bei der oben erwähnten Kreuzung jedoch links, erreichen Sie das Wasser durch ein Cornus(Hartriegel)-Wäldchen.

Nun folgen die drei Terrassen; auf der untersten schlängelt sich der Weg durch ein Lagaströmien-Wäldchen bis zur mittleren Terrasse, auf der sich der Eingang zum großen Irrgarten befindet mit einem monumentalen Tisch mit ca. 30 m Länge. Die oberste Terrasse harrt noch der Gestaltung; am großen Blutahorn wird sich jedenfalls eine Schaukel finden, auf der man über den darunter liegenden Hang schweben kann.

Foto: Martin Geier

Der Irrgarten ist das Herzstück der Anlage und hat eine Fläche von 3300 m2 und eine Weglänge von 1,5 km, immer in Übereinstimmung mit der Idee des Gartens. Die Wege sind von zehn verschiedenen Rebsorten eingefasst, die vom Frühsommer bis in den Spätherbst den Suchenden ihre Früchte bieten. Der Weinstock wurde als die uns durch den Irrgarten begleitende Pflanze ausgewählt, weil er am besten in unsere Kulturlandschaft passt und weil seine Frucht so vielseitig verwendbar ist.

Im Unterschied zu anderen Irrgärten ist der Weg im Labyrinthgarten Kränzel immer wieder von Früchte tragenden Sträuchern und Bäumen gesäumt, die zum Verkosten einladen.

Die Bepflanzung zwischen Labyrinth und Theater, wie etwa Zypressen aus dem Süden und Lärchen aus dem Norden, soll das Zusammentreffen zweier unterschiedlicher Kulturen und deren prägenden Klimata ausdrücken. So wie die Alpen durch das Aufeinandertreffen der afrikanischen und der europäischen Kontinentalplatten - viele tausend Meter direkt unter uns - aufgefaltet und zum schnellst wachsenden Gebirge der Erde werden, so erleben unsere Besucher hier an den Südhängen des Gebirges die Begegnung der alpinen mit der mediterranen Welt.

Die lang gezogene, sanft abfallende Gerade des Rückwegs steht im Gegensatz zu den labyrinthischen Pfaden; hier lässt sich wohltuender Ausgleich zu dem zuvor Erlebten finden. Verschiedene Obstsorten laden am Wegrand wiederum zum Kosten ein.

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